Welche Daten braucht es, um die ökologischste Fahrtroute zu berechnen? Wie erkennt man die Überforderung von Autofahrer:innen und wer sollte darüber informiert werden? Diesen und weiteren Fragen wurde in dem IKT-der-Zukunft-Projekt DIANA 4 CCAM nachgegangen.

9. September 2022. DIANA 4 CCAM ist ein sogenannter Datenkreis, der im Rahmen der IKT der Zukunft Ausschreibung 2020 gefördert wurde: Datenkreise sind geschlossene, funktionale Systeme, in denen Datenanbieter:innen und Datennutzer:innen zusammenkommen, um in einer sicheren und vertrauenswürdigen Umgebung Daten miteinander auszutauschen. Im Idealfall werden die Daten nicht nur ausgetauscht, sondern miteinander verknüpft und so ein Mehrwert geschaffen.

Ziel des Projekts DIANA 4 CCAM – Data cIrcles for Artificial iNtelligence trAining 4 Cooperative Connected Automated Mobility – war die Erarbeitung von Konzepten für daten-getriebene Use Cases rund um innovative KI-Funktionen im Mobilitätsbereich. Das Projektkonsortium – bestehend aus ALP.Lab (Projektleitung), nexyo, JOANNEUM RESEARCH und ADV – definierte im Vorfeld fünf mögliche Use Cases im Bereich des autonomen Fahrens und unterzog diese einer eingehenden Prüfung. Durch die aktive Einbindung einer Vielzahl von Stakeholdern wurden die Use Cases so weit entwickelt, dass die jeweils zutreffenden Anforderungen identifiziert werden konnten.

Daten-getriebene Produkte und Lösungen benötigen solide Business-Modelle

Dafür wurden unter anderem Workshops durchgeführt, an denen über 60 Personen aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft teilgenommen haben. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Voraussetzung für die unmittelbare Anwendbarkeit eines Datenkreises ein attraktives Businessmodell ist. Dies gestaltet sich insbesondere schwierig, wenn die Datenqualität und -verfügbarkeit für den reibungslosen Betrieb eines Datenkreises erst aufgebaut bzw. sichergestellt werden muss.

Im März 2022 wurde der Abschlussbericht an den Auftraggeber, das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), übergeben. Darin wurden die fünf Anwendungsfälle „Multimodale Mobilität“, „Kooperative Fahrfunktionen“, „Menschliches Fahrverhalten“, „Autonome Fahrfunktionen“ und „Vorausschauende Straßeninstandhaltung“ bewertet. Dabei waren neuartige Wertschöpfungsketten im Fokus des Konsortiums, wobei die Anwendungsfälle mit den größten Auswirkungen in Bezug auf Rechtskonformität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Machbarkeit detailliert ausgearbeitet wurden.

DIANA 4 CCAM sucht nach mehr Nachhaltigkeit

Hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise wurde der Aufbau eines Datenkreises „Sustainable CCAM“ vorgeschlagen, in den Aspekte aus diesen Projektergebnissen einfließen und die drei Use Cases „Multi-modale Mobilität“, „Kooperative Fahrfunktionen“ und „Menschliches Fahrverhalten“ aufeinander abgestimmt und bestmöglich umgesetzt werden.

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