‘Graphicacy’ Lektionen aus der COVID Krise

Daten-Dashboards gehören zu den wichtigsten Instrumenten, um die Transformation in die Datenwirtschaft begreifen und managen zu können. Die COVID-Pandemie hat sie zu den einflussreichsten Artefakten gemacht.

Nun haben sich Wissenschafter*innen, Programmierer*innen und Designer*innen zusammengesetzt und ihre Learnings in der Zeitschrift Nature zusammengefasst. Was wurde über die Kommunikation von Datenwissenschaft in einer Krise gelernt? COVID-19-Dashboards wurden zu Vehikeln für öffentliche Bildung. Datenwissenschafter*innen wurden von Mainstream-Nachrichtenagenturen angesprochen und nutzen selbst soziale Medien, um die Visualisierungen, die sie auf Dashboards veröffentlichten, zu erklären und in einen Kontext zu setzen. Begriffe wie „Flattening the Curve“ und „Log Scale“  wurden Themen der Alltagsgespräche. Menschen auf der ganzen Welt haben über zwei Jahre quasi Vorlesungen zu Statistik und Datenprognostik erhalten.

Der Kern des Lehrplans war dabei vor allem auch die Fähigkeit, Daten zu verstehen, die in Grafiken und Abbildungen dargestellt sind, also ‘Graphicacy’. Für die Ersteller*innen von Dashboards gilt, laufend nach Einfachheit und Klarheit zu streben. Ein weiteres „Learning“ ist, dass die beste Datenvisualisierung möglicherweise nicht die angenehmste für das Auge ist. Als entscheidend wird auch Transparenz  in Bezug auf Datenquellen, Methoden und etwaige Lücken oder Fehler, die Betrachter in die Irre führen könnten. Ein roter Faden ist, dass für die öffentliche Gesundheit so wichtige Daten frei verfügbar, maschinenlesbar und standardisiert sein sollten.

Mehr dazu